Arbeitsgemeinschaft der Anerkennungsstellen
für landwirtschaftliches Saat- und Pflanzgut
in Deutschland
Anerkennung von Saat- und
Pflanzgut in Deutschland
Vorsitz Anerkennungsstellen „Nicht obligatorische
Beschaffenheitsprüfung“
bei Getreide
Intern Ergebnisse Kontakt Links Impressum Datenschutz
1       „Nicht obligatorische Beschaffenheitsprüfung“ – Was ist das?
2 Verfahrensabläufe für die Umsetzung von § 12 (1b) SaatgutVfür das Erntejahr 2007
3   Antrag zur Teilnahme am Verfahren – nur für den Anmelder
4   Kontrollproben-Ergebnisse
     
5   Maßnahmenkatalog
     
6   Entschädigungskatalog der Wirtschaft für Saatgut-Käufer

„Nicht obligatorische Beschaffenheitsprüfung“ (NOB) nach § 12 (1b) SaatgutV

Maßnahmenkatalog

 

  • Veröffentlichung aller Ergebnisse
  • Vorort-Kontrolle Probenahme, -lagerung, -registrierung
  • Ahndung vor Ort

    Feststellung kleiner Fehler
                   - Ermahnung
                   - erneute Unterweisung

    wiederholte kleine Unregelmäßigkeiten
                   - Verwerfung der Proben
                   - Ausschluss dieser Partien vom Verfahren NOB
                   - Abmahnung des Probenehmers bzw. der Firma
                   - befristeter Ausschluss der Firma vom Verfahren NOB
                   - Entbindung des Probenehmers

    grobe Unregelmäßigkeiten, bzw. Betrug  an einzelnen bzw. an einer Gruppe von Proben
                   - genereller Ausschluss vom Verfahren NOB
                   - ausschließlich amtliche Probenahme durch firmenunabhängige Probenehmer
                   - Einleitung rechtlicher Schritte/Staatsanwaltschaft
  • Bewertung der Analysenergebnisse der Kontrollproben

Um Einflüsse der Probenlagerung auf das Ergebnis auszuschließen, ist die Beschaffenheit der Kontrollproben innerhalb von sechs Wochen nach Probeneingang im Saatgutlabor zu prüfen.
An allen Proben wird nur die Keimfähigkeit und nicht die Lebensfähigkeit bestimmt.


Vorgereinigte Rohware

Die Kontrollproben sind jede für sich auf Reinheit, Besatz und Keimfähigkeit zu untersuchen. Die Ergebnisse müssen die vorgeschriebenen Mindestanforderungen nach SaatgutV Anlage 3 erfüllen. Jede Nichteinhaltung der Mindestanforderungen gilt als Verstoß gegen die SaatgutV. Die Anerkennung der betreffenden Partie wird zurückgenommen, wenn die Ergebnisse außerhalb der Toleranzen liegen.
Weicht das Ergebnis auch nur einer Kontrollprobe von den Mindestanforderungen ab, so sind die anderen, zur Probenahmeeinheit gehörigen Kontrollproben, ebenfalls zu untersuchen und die Einhaltung der Mindestanforderungen ist zu prüfen.

Saatware

Die Kontrollproben sind jede für sich auf Reinheit, Besatz und Keimfähigkeit zu untersuchen. Die Ergebnisse müssen die vorgeschriebenen Mindestanforderungen nach SaatgutV Anlage 3 erfüllen. Jede Nichteinhaltung der Mindestanforderungen gilt als Verstoß gegen die SaatgutV und kann von der Anerkennungsstelle geahndet werden.
Weicht das Ergebnis auch nur einer Kontrollprobe von den Mindestanforderungen ab, so sind die anderen, zur Probenahmeeinheit gehörigen Kontrollproben, ebenfalls zu untersuchen und auf die Einhaltung der Mindestanforderungen zu überprüfen.
Die Anerkennung aller zusammengelagerten Partien einer Probenahmeeinheit ist zurückzunehmen, wenn eine Probe außerhalb der Toleranzen liegt. Werden die Partien einzeln gelagert, so ist nur für die betreffenden Saatgutpartien die Anerkennung zurückzunehmen, die die Mindestanforderungen nicht erfüllen.

Toleranzen für die nichtobligatorische Beschaffenheitsprüfung:

Handbook of Tolerances and of Measure of Precision for Seed Testing by S.R. Miles (Proc. Int. Seed Test. Ass., 28(3),1963)


Bestimmung

Grundlage

Irrtumswahrscheinlichkeit (%)

Reinheit

P15

5

Besatz

F3

5

Keimfähigkeit

G7

5

 

Wertebereiche bei Anwendung der SVK Toleranzen, die die Rücknahme der Anerkennung bewirken:

Keimfähigkeit (%)

Norm

Rücknahme bei

92

< 89

90

< 86

85

< 80

Reinheit (%)

Norm

Rücknahme bei

98

< 97,39

Besatz (Stück)

Norm

Rücknahme bei

0

≥ 1

3

≥ 7

4

≥ 9

6

≥ 11

7

≥ 13

10

≥ 16

Was ist zu tun, wenn Mindestanforderungen zur Anerkennung nicht erreicht werden:

    • Untersuchung aller Kontrollproben, die zu der gleichen Probenahmeeinheit gehören (Erhöhung der Anzahl der Kontrollproben)
    • bei Unterschreitungen bis zur Toleranzgrenze entscheidet die
      Anerkennungsstelle über Maßnahmen, z. B. Ermahnung des Probenehmers
      und der Firma, weitere Kontrollen, Unterweisungen u.w.
    • bei Unterschreitung der Toleranzgrenze
      Zurücknahme der Anerkennung sowie Ermahnung des Aufbereiters/Firma
    • wiederholtes Unterschreiten der Mindestanforderungen und der Toleranzgrenze führt zum Ausschluss des Aufbereiters/Firma vom Verfahren

     

Massnahmenkatalog November2007 PDF-Version 50 KB